Dritter und letzter Teil unserer Athletenporträts zur Deutschen Jahrgangsmeisterschaft 2019 in Berlin. Heute beginnen die Wettkämpfe in der Schwimm- und Sprunghalle im Europapark, unter anderem mit den 100m Brust Wettbewerben.

Neben Marlene, die bereits im Teil 1 vorgestellt wurde, startet heute Emil Sebold über die 100m Brust. Er war auch schon letztes Jahr in Berlin dabei, damals aber nur über die 50m Brust, die in dieser Meisterschafts-Woche am Donnerstag auf dem Programm stehen. Der 16jährige Schüler des Heinrich-Heine Gymnasiums kam 2016 von den SG Stadtwerken nach Ottobrunn, um dort vom LG1 Trainer Dimi Goudinoudis neue Impulse zu bekommen. Seine aufsteigende Form bestätigte er zuletzt bei den Süddeutschen Meisterschaften in Wetzlar, wo er sich die Silbermedaille über 50m Brust sichern konnte.

Konkurrenz kommt gleich aus dem eigenen Team, denn Jahrgangskollege Julius Platzer konnte sich auf dem letzten Drücker beim Arena-Meeting in Regensburg vor 2 Wochen das Berlin-Ticket sichern – er unterbot seine eigene persönliche Bestleistung über 50m Brust deutlich und knackte endlich wieder die Quali-Zeit für die DJM. Endlich deshalb, weil er letztes Jahr nur um wenige Hundertstelsekunden gescheitert ist und sogar vor 3 Jahren sich schonmal qualifiziert hatte, dann aber zwei Wochen vor der DJM verletzt absagen musste. Der 16jährige besucht wie Emil das Heinrich-Heine Gymnasiums in der zehnten Klasse. Julius ist ein SVOler von Klein an, hat bei den Jüngsten vor 10 Jahren begonnen und ist aufgrund seiner Leistungsfähigkeit und seines Talents schnell bis in die höchste Leistungsgruppe aufgestiegen. Seine größten Erfolge war eine Silber- und eine Bronze-Medaille bei den bayerischen Meisterschaften und ein vierter Platz bei den Süddeutschen Meisterschaften.
Am liebsten geht er immer Freitags ins Training, weil da oft im Trockentraining Fussball gespielt wird. Womit auch klar ist, was Julius noch in seiner Freizeit anstellt, wenn er nicht im Schwimmbad ist, dazu spielt er auch noch Klavier und Schach.

Der dritte im Bunde der „großen Jungs“ ist Xaver Zach, Jahrgang 2004. Der Brunnthaler besucht die Neunte Klasse der Realschule in Neubiberg. Xaver war ebenfalls 2018 bei den „Deutschen“ am Start und hat nach zwei knapp verpassten Finalteilnahmen noch „die ein oder andere Rechnung“ in Berlin offen. Nach einer Bronzemedaille über 100m Rücken bei den Süddeutschen Meisterschaften ist klar, da geht noch mehr dieses Jahr. Seine Leistungskurve zeigt seit dem Oster-Trainingslager in Lignano steil nach oben, was sich unter anderem in der völlig überraschenden Qualifikation über 100m Freistil beim Arena-Meeting in Regensburg zeigte.
Wie bei seinem jüngeren „Rücken-Kollegen“ Steffen ist für ihn auch die 30×200 Einheit, das schlimmste was es gibt. Aber was Dich nicht umbringt, macht Dich nur härter. Vier Starts wird er in Berlin in das Becken bringen, alle Rücken-Strecken sind dabei, dazu noch die 100m Freistil.
In seiner Freizeit spielt Xaver Euphonium bei der Blaskapelle Höhenkirchen, zusätzlichen Ausgleich sucht er sich beim Tennisspielen. Und nach Berlin? „Da trainiere ich weiter für die Bayrischen Meisterschaften“ – noch mal eine klare Ansage an die Landes-Konkurrenz.
