Internationale Wettkämpfe stehen immer wieder auf dem Programm der Leistungsgruppen im SV Ottobrunn. Zum zweite Mal fuhr eine Abordnung  des SV Ottobrunn zum Meeting National de Strasbourg – Challenge Jacky Ernewein. 

Das Meeting in der Europastadt auf der 50m Bahn lockte neben den leistungsstarken französischen Schwimmern auch zahlreiche Teams aus Deutschland, Luxembourg, Liechtenstein und der Schweiz in das Piscine de Kibitzenau. Der SV Ottobrunn war mit neun Schwimmern vertreten, die sich in dem starken Umfeld behaupteten und nach den Vorläufen Freitag-Nachmittag, Samstag- und Sonntagmorgen ihre „zweite Chance“ in den A-, B- und Junioren-Finals nutzten. Erstmalig konnten dabei zwei Schwimmerinnen aus Ottobrunn Medaillen erringen, Marlene Ruf holte die Bronzemedaille über 50m Brust, Lorie Seranski sicherte sich Silber über 50m Rücken. Die jüngsten Ottobrunner Starter Steffen Müller und Benjamin Mai (jeweils Jahrgang 2006) schwammen alle Junioren Finale der Jahrgänge 2005 und jünger in ihren Hauptlagen Rücken und Brust. Benjamin erreichte dabei erstmalig die Pflichtzeit und damit die Qualifikation zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Mai in Berlin.

Ben und Steffen haben die Eindrücke aus Strasbourg in einem kleinen Bericht zusammengefasst: 

Vom 22. bis 24. Februar verbrachten 9 Schwimmerinnen und Schwimmer der LG1 ein langes Wochenende in Straßburg (Frankreich). Mit Cheftrainer Dimi Goudinoudis, Physiotherapeutin Diana Haslinger sowie Celine und Peter Seranski war eine perfekte Betreuung gewährleistet, die auch bei den notwendigen sprachlichen Übersetzungsthemen sehr hilfreich war. Schließlich sprechen nicht alle Kinder Französisch. Wir mussten uns an ungewohnte Startkommandos gewöhnen, und an eine andere Art der Wettkampforganisation ganz ohne Durchsagen der anstehenden Läufe. Dafür gab es sehr stimmungsvolles Einmarschieren der Finalteilnehmer zu lauter Partymusik, die einen etwas anderen Musikgeschmack unserer westlichen Nachbarn offenbart. Auch die Gewohnheiten der Franzosen beim Einschwimmen waren für uns neu, so manche Bahn wurde mit hohem Körpereinsatz verteidigt, wie wir das sonst eher vom Unterwasser-Rugby kennen. Was die angebotene Wettkampfverpflegung in der Halle angeht, war eher die Nähe zu Deutschland als zur französischen Haute Cuisine zu spüren. Dafür bekamen wir auf der Straße durch Begegnungen mit den „Gelbwesten“-Demonstranten einen kleinen Eindruck von der aktuellen Tagespolitik. Sportlich waren wir durchweg zufrieden und konnten uns für viele Finalläufe qualifizieren, so dass wir bis zu sieben Starts pro Tag hatten. Nach einem langen und sehr anstrengenden Wochenende kamen wir erst Sonntag Nacht wieder nach Hause – müde, aber glücklich und um viele Erfahrungen in unserem Nachbarland reicher.

Die Finalteilnehmer im Einzelnen:

Emil Sebold (100m Brust, 50m Brust)

Benjamin Mai (50m Brust, 100m Brust, 200m Brust)

Steffen Müller (50m Rücken, 100m Rücken, 200m Rücken)

Lorie Seranski (50m Freistil, 50m Rücken, 100m Rücken, 200m Rücken, 50m Schmetterling)

Marlene Ruf (50m Brust, 100m Brust, 200m Brust, 50m Schmetterling, 200m Lagen)

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